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Was ist Outbound Marketing? Beispiele & Definition

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Das Outbound Marketing ist eine Form des traditionellen Marketings, die auch heute noch häufig genutzt wird. Dennoch stellt sich immer wieder die Frage, ob Outbound Marketing in der Zeit der sozialen Medien nach wie vor relevant ist und welches Potenzial dahinter steckt. Dies werden wir dir in diesem Beitrag erläutern und dir auch die verschiedenen Outbound-Methoden und Strategien erklären.

Was ist Outbound Marketing?

Der Begriff „Outbound Marketing” kann eigentlich mit der klassischen Werbung, wie wir sie seit Jahrzehnten kennen, gleichgesetzt werden, also beispielsweise Print-, TV-, Radio-, E-Mail- oder Online-Werbung. Es ist eine Art des Marketings, die sich proaktiv an potenzielle Kunden richtet und ihnen eine Werbebotschaft vermittelt, um Leads zu generieren, zum Beispiel in einem TV-Spot.

Beispiele für Outbound Marketing

Beispiel 1: E-Mail-Marketing

E-Mail-Marketing ist eines der bekanntesten Beispiele für Outbound Marketing. Ein Unternehmen schickt E-Mails an Kontakte, die idealerweise zur Zielgruppe passen, aber das Unternehmen noch nicht kennen und macht so Werbung. Du wirst diese Marketingmethode wahrscheinlich selbst kennen, da sie sowohl im B2B als auch im B2C häufig angewendet wird.

E-Mail-Marketing kann, im Gegensatz zu klassischer Werbung, sehr günstig sein, ist allerdings oft negativ behaftet. Viele E-Mails landen im Spam-Order und Kontakte reagieren meist genervt, wenn sie zu viele solcher E-Mails ungefragt erhalten. 

Deshalb solltest du stets darauf achten, nicht zu aufdringlich zu wirken und deine E-Mails so weit wie möglich für einzelne Leads zu personalisieren und individuell zu gestalten. Achte außerdem darauf, dass du die E-Mails nur an Personen aus deiner Zielgruppe versendest und über die passenden Kontaktlisten verfügst.

Beispiel 2: Print-, Radio-, TV-, Online-Werbung

Mit dieser Form der „klassischen Werbung” werden Privatpersonen im B2C fast täglich konfrontiert. Wichtig ist hier, dass du die richtigen Kanäle für deine Werbebotschaft wählst, sodass du den größtmöglichen Effekt erzielst. 

Analysiere daher deine Zielgruppe gut und finde heraus, wie du sie am besten erreichst. Außerdem ist es besonders für kleine Unternehmen wichtig, die Kosten zu minimieren, da Werbung über all diese Kanäle sehr schnell sehr kostspielig werden kann. Wie genau du das tust, erfährst du im Folgenden.

Beispiel 3: Telefonkaltakquise

Die Telefonkaltakquise eignet sich eigentlich nur für den B2B-Bereich, da die Einführung der DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) in Deutschland diese Art des Marketings im B2C verbietet und auch im B2B stark einschränkt. Informiere dich daher genau über die Regelungen und bereite deine Strategie dementsprechend vor. 

Zudem ist die Telefonkaltakquise sehr zeitintensiv und erfordert entsprechende Kapazitäten. Du hast aber auch die Möglichkeit, sie an einen externen Dienstleister abzugeben. Sei dir allerdings bewusst, dass diese Methode mittlerweile sehr negativ behaftet ist und nicht alle Kontakte positiv auf deine Anrufe reagieren werden, was auch für die Vertriebler in deinem Unternehmen frustrierend sein kann.

Inbound vs. Outbound Marketing

Der größte Unterschied zwischen Inbound und Outbound Marketing ist wohl, wie die Beziehung zum Kunden aufgebaut wird. Wie bereits erwähnt, gehst du im Outbound Marketing proaktiv auf potenzielle Leads zu, während die Leads im Inbound Marketing bereits auf dein Unternehmen aufmerksam geworden sind und aktiv nach weiteren Informationen suchen. 

Ein Beispiel wäre ein potenzieller Interessent, der ein Produkt von einem Bekannten empfohlen bekommen hat und nun danach in einer Suchmaschine (z.B. Google) sucht. Inbound Marketing wäre hier, deine Website SEO-optimiert zu gestalten, damit sie möglichst weit oben unter den Suchergebnissen landet und der Lead sie schnell findet.

Inbound Marketing eignet sich besser für Social Media, ist weniger aufdringlich als Outbound Marketing, kostengünstiger und die Ergebnisse lassen sich leichter messen und analysieren. Allerdings ist es beim Outbound Marketing stets offensichtlich, dass es sich um Werbung handelt und der Kunde weiß direkt, woran er ist und kann dementsprechend eine Entscheidung treffen. Bei Inbound Werbung auf Social Media hingegen gab es schon zahlreiche Probleme, da Werbung nicht immer eindeutig zu erkennen war.

Maßnahmen für effizientes Outbound Marketing

Maßnahme 1: Streuverluste minimieren

Die erste Outbound-Maßnahme bezieht sich auf die (häufig großen) Streuverluste. Outbound-Werbung erreicht oft sehr viele Personen, aber es ist meist unklar, wie viele Personen dadurch letztendlich wirklich das Produkt kaufen. 

Hohe Streuverluste bedeuten, dass die Marketingstrategie wenig effizient war, da der Input (Kosten und Aufwand für die Werbung) deutlich höher war als der Output (bspw. neue Kunden). Daher ist es besonders wichtig, dass du deine Zielgruppe und die Ziele deiner Marketingstrategie gut kennst und dein Outbound Marketing dementsprechend konzipierst.

Maßnahme 2: Kosten minimieren

Diese Maßnahme ist besonders für kleine Unternehmen essentiell, denn Outbound Marketing ist oft kostspielig. Beschränke deine Werbung daher auf Orte und Kanäle, auf denen deine Zielgruppe auch wirklich unterwegs ist. 

Beispielsweise kannst du bei lokalen Kinos oder Zeitschriften Werbung schalten oder nur bei TV-Sendungen für bestimmte Altersgruppen. Auch online hast du die Möglichkeit, Kosten zu sparen und deine Werbeanzeigen nur auf Webseiten zu schalten, die deine Zielgruppe regelmäßig besucht.

Welches Potenzial hat Outbound Marketing?

Wie bereits erwähnt, ist Outbound Marketing häufig mit hohen Kosten verbunden und der Effekt ist oft schwierig zu messen. Gerade online ist es heutzutage nicht mehr so effektiv, da Adblocker und Spamfilter viele Anzeigen frühzeitig automatisch herausfiltern und potenzielle Leads diese nie sehen. 

Auch deshalb gewinnen Inbound-Methoden an Beliebtheit, wie zum Beispiel im Social-Media-Marketing. Potenzielle Interessenten können selbst das Unternehmen suchen und dazu recherchieren und werden nicht ungefragt mit Werbung konfrontiert.

Allerdings hat das Outbound Marketing eine vergleichsweise sehr hohe Reichweite, was in bestimmten Fällen notwendig ist (um z.B. die Bekanntheit der Marke zu steigern oder ein Rebranding bekannt zu geben). 

Außerdem ist Outbound Marketing für viele verschiedene Kanäle und Medien geeignet und kann viel breitere Zielgruppen erreichen. Ihr volles Potenzial können beide Marketingmethoden allerdings nur in Kombination miteinander erreichen, denn idealerweise verbindest du Inbound und Outbound Marketing stets miteinander.

Eine Outbound-Marketing-Strategie entwickeln

Schritt 1: Zielgruppe

Um eine erfolgreiche Marketingstrategie zu entwickeln, egal ob Inbound oder Outbound, solltest du im ersten Schritt immer auf deine Zielgruppe schauen und sie genau definieren und verstehen können. Analysiere, auf welchen Kanälen sie unterwegs ist und wähle deine Outbound-Methoden dementsprechend aus. Nur so kannst du Streuverluste und somit auch Kosten minimieren.

Schritt 2: Kanäle auswählen

Wenn du deine Zielgruppe genau kennst, solltest du nun die richtigen Kanäle auswählen. Dies hängt nicht nur von deiner Zielgruppe ab, sondern auch von dir und deinem Unternehmen. Lege daher ein Budget fest, überlege, welche Marketingmethoden zu deinem Produkt oder deiner Leistung passen und ob du über die entsprechenden Kapazitäten und Expertise verfügst, um deine Strategie durchzuführen. 

Außerdem solltest du deine Ziele formulieren. Ist dein Ziel beispielsweise, dein Unternehmen bekannter zu machen und eine Marke zu kreieren, die jeder kennt, kann ein TV-Spot zur Primetime oder Online-Werbung auf den meist genutzten Webseiten sinnvoll sein.

Versuche, diesen Prozess auch so genau wie möglich zu dokumentieren, damit du den Erfolg deines Outbound Marketings im Nachhinein bestmöglich analysieren kannst.

Schritt 3: Mit Inbound-Marketing-Strategien kombinieren

Das Outbound Marketing eignet sich besonders gut, um potenzielle Interessenten auf dein Unternehmen aufmerksam zu machen. Sobald diese Interessenten aber eigenständig zu deiner Marke recherchieren, brauchst du die entsprechenden Inbound-Maßnahmen, um das Interesse zu stärken und die Interessenten in Kunden umzuwandeln. 

Wenn ein Lead beispielsweise durch einen TV-Spot auf dein Unternehmen aufmerksam wird und auf Social Media dazu recherchiert, brauchst du ein ansprechendes Profil mit informativen Inhalten, die den Lead interessieren. Du kannst auch einen Link zu deinem Newsletter angeben, für den sich der Lead kostenfrei anmelden kann.

Fazit: Outbound Marketing

Letztendlich haben beide Marketingmethoden, sowohl Inbound als auch Outbound, ihre Vor- und Nachteile. Das Outbound Marketing mag, verglichen mit den vielen Marketingmöglichkeiten auf Social Media, veraltet scheinen, hat aber nach wie vor sehr großes Potenzial. 

In manchen Fällen kann es sogar wesentlich effektiver und effizienter als Inbound Marketing sein und muss nicht immer mit hohen Kosten einhergehen. Wenn du deine Marketingstrategien optimieren möchtest, solltest du daher auf eine Kombination beider Methoden zurückgreifen.

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